top of page

WENN HANDARBEIT NICHT NUR QUALITÄT,SONDERN AUCH VERBINDUNG BEDEUTET

  • 21. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Ein Kakao, der dich erinnert, wie eine Beziehung zu Kakao wirklich aussieht.



Kannst du dir vorstellen, dass du einen Block Kakao in den Händen hältst, der von einer Frau namens Elsa und ihrem Frauenkollektiv "Julhalaw" in Lanquín, Alta Verapaz, Guatemala, über mehrere Stunden und Tage gefertigt wurde?

 

Ihre Hände kennen jeden Schritt. Gelernt hat sie die heilige Kunst der Kakaoherstellung bereits mit 6 Jahren bei ihrer Großmutter. Sie arbeitet nach einem traditionellen Prozess, der über Generationen und Generationen in ihrer Familie weitergegeben wurde. Sie verarbeitet nach Erfahrungsschatz, nach dem Klang der Bohnen im Comal (traditionelle Pfanne), nach Geruch und Textur auf der Metate (Mahlstein).

 

Was du in den Händen hältst, ist nicht einfach ein Produkt. Es ist das Ergebnis ihrer ganzen Aufmerksamkeit, ihrer Familien-Tradition und heimischen Kultur und wir dürfen uns dankbar schätzen, dass sie diese Medizin, dieses Handwerk mit uns teilt.

 

Und weil uns dieser Prozess und die Menschen dahinter so am Herzen liegen, möchten wir dir hier mehr Einblicke dazu bieten.



DER WEG DES KAKAOS: VON DER BOHNE ZUM BLOCK

 

Was wir dir hier zeigen, ist ein Einblick in die Handarbeit, die unseren Kakao so einzigartig macht und von den maschinell hergestellten "zeremoniellen Kakaos" da draußen unterscheidet. In Lanquín (Alta Verapaz) und Suchitepéquez, Guatemala, bei den Menschen, die unseren Kakao von Hand herstellen. Jeder Schritt ist ein Akt der Sorgfalt und purer Hingabe.

 

ANBAU

Der Anbau der Kakaopflanzen findet nicht in Monokulturen statt, sondern mitten im Regenwald, ohne Düngemittel in Erfurcht und Wertschätzung der Natur gegenüber. Kakao ist ein Baum, der in Gemeinschaft wächst und gedeiht und genau das wird dort auch gelebt.

 

ERNTE

Die reifen Kakao-Früchte werden von Hand vom Baum geenrtet mit Macheten oder Scheren. Die Bauern, wie beispielsweise Hector, wissen ganz genau, wann die Frucht reif ist. Sie erkennen es direkt an der Farbe.

 

FERMENTATION (5-7 TAGE)

 Der Fermentationsprozess der herausgelösten Bohnen ist mitunter einer der wichtigsten Schritte für den Geschmack und die Verträglichkeit des Kakaos. Unsichtbar, langsam und doch unersetzlich: natürliche Hefen und Bakterien verwandeln und verändern die Pulpe/das Fruchtfleisch. Theobromin-Vorläufer entstehen in diesem Prozess. Bittere Gerbstoffe werden abgebaut. Der besondere, individuelle Geschmack der Kakaosorte wird geboren.

 

TROCKNUNG (10–14 TAGE)

Die fermentierten Bohnen werden in der Sonne zum Trocknen ausgelegt. Täglich werden sie per Hand gewendet. Es wird darauf geachtet, dass sie nicht zu viel und auch nicht zu wenig Sonne abbekommen. Es ist immer ein Auge auf den Kakaobohnen und schon alleine dieser Schritt ist (zeit-)aufwendig. Der Wassergehalt sinkt langsam von ca. 60% auf unter 8%.

Zu schnell getrocknet: der Geschmack wird flach.

Zu langsam: Schimmelgefahr.

Deswegen ist es so wichtig, dass dieser Prozess beaufsichtigt wird.

 

RÖSTUNG

Kleine Mengen Kakao werden von Elsa und ihrem Frauenkollektiv auf dem Comal (traditionelle Pfanne) über Holzfeuer geröstet. Es wird nicht auf die Uhr geschaut. Elsa röstet, bis der Geruch stimmig ist und sich die Schale der Bohne leicht lösen lässt.

Dieses Wissen und dieser Erfahrungsschatz kann nicht durch Maschinen ersetzt werden. Denn es sind manchmal Nuancen, die den Unterschied ausmachen in dem Geschmack.

 

MAHLEN & FORMEN

Die gerösteten Bohnen werden Stunden über Stunden von Hand gemahlen: traditionell auf einer Metate (Steinmahlwerk), das Kakao-Masse, Kakaobutter und natürliche Aromen gleichmäßig verbindet. Nichts wird aus der Masse entfernt oder hinzugegeben. Zusatzstoffe oder Konservierungsmittel sind hier ein Fremdwort und auch komplett unnötig. Kakao hat kein Ablaufdatum, da er sich selbst konserviert. Die Masse wird in Formen gegossen und kühlt natürlich aus.

 

Was du also in den Händen hältst, wenn du einen Block Maltiox Cacao öffnest, ist dieser Prozess. Verarbeitet in voller Hingabe zur Kakaopflanze.

 

Sollten wir sie dann nicht genauso wertschätzend behandeln, wie sie dort in Guatemala produziert wird?


 

Jeder Block ist eine Erinnerung an den Ort, die Menschen, die Tradition, die dahinter steckt. Er schmeckt nach dem Boden, nach der Sonne, nach den Händen, die ihn geformt haben. Das kann keine Fabrik imitieren.

Mit Herz und Becher voll Kakao,

Deine Melmo

 
 
 

Kommentare


bottom of page